Der Rheinische LandFrauenverband schließt sich der Forderung des Deutschen LandFrauenverbandes an: Pflegepolitik muss geschlechtergerecht gestaltet werden. Eine zukunftsfähige Pflegereform muss die Lebensrealitäten von Frauen berücksichtigen, häusliche Sorgearbeit angemessen anerkennen und die soziale Absicherung pflegender Angehöriger stärken. Gleichzeitig braucht es eine verlässliche und wohnortnahe Pflegeinfrastruktur, insbesondere im ländlichen Raum. Hier sind Frauen besonders betroffen. Sie übernehmen Pflegeaufgaben häufig dort, wo ambulante Unterstützungsangebote nicht ausreichend vorhanden sind und Entlastungsmöglichkeiten fehlen. Ein Mangel an wohnortnahen Angeboten sowie eingeschränkte Betreuungsstrukturen erschweren die Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf. Eine Pflegereform darf diese Herausforderungen nicht verschärfen.
Beide LandFrauenverbände in NRW fordern in einem gemeinsamen Schreiben an Bundesgesundheitsministerin Nina Warken sowie an NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann die geschlechtsspezifischen Auswirkungen der geplanten Reform stärker in den Blick zu nehmen.
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