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Neue Ausbildungsverordnung Hauswirtschaft mit ländlich-agrarischem Schwerpunkt

Fotoquelle: jugend-kloster.de

Die LandFrauen begrüßen die künftige Ausrichtung der Hauswirtschaft an der Handlungsorientierung. Die Ausbildung wird zukünftig nicht mehr nach sogenannten Einsatzgebieten, sondern nach den Schwerpunkten „personenbetreuende Dienstleistungen“, „serviceorientierte Dienstleistungen“ und „ländlich-agrarische Dienstleistungen“ strukturiert.
„Den Bedürfnissen unterschiedlicher Gruppen an die professionelle Hauswirtschaft zu entsprechen, ist mit der nun modifizierten Ausbildungsverordnung Rechnung getragen worden" so Jutta Kuhles, Präsidentin des RhLV. "Die jetzige Situation macht deutlich, dass kompetente Mitarbeiter*Innen gerade für die Versorgung und Betreuung von sogenannten Risikogruppen unverzichtbar sind. Hauswirtschaftliche Kenntnisse und Fähigkeiten sind auch für Privathaushalte (Nahrungszubereitung, Umgang mit knappen Ressourcen) derzeit erlebbare Qualitäten."

Ab 1. August tritt die neue Verordnung in Kraft. Wesentliche Neuerungen sind,
•    die stärkere Verankerung von Nachhaltigkeit bei der Erbringung von hauswirtschaftlichen 
      Versorgungs- und Betreuungsleistungen;
•    die stärkere Einbindung der hauswirtschaftlichen Betreuung;
•    die Einbindung von Digitalisierung und Datenschutz.

Der Deutsche Landfrauenverband (dlv) sieht einen wachsenden Fachkräftebedarf in Gemeinschaftseinrichtungen wie Krankenhäusern und Seniorenwohnheimen, in der Gemeinschaftsverpflegung von Schulen und Kitas, in Privathaushalten und im Landtourismus.„Der Landtourismus hat sich in den letzten Jahren immer weiter professionalisiert. Wir haben uns dafür eingesetzt, dass es einen Schwerpunkt ländlich-agrarische Dienstleistungen gibt, weil wir hier Potenzial sehen“, führt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper aus. Ferienhöfe, Hof-Cafés oder auch Direktvermarktungsbetriebe können dann passgenauer und prüfungsrelevant auf die Anforderungen in ihren Betrieben ausbilden.

„Jetzt sind auch wir LandFrauen gefragt, die wir immer wieder auf die Relevanz der Hauswirtschaft als wichtige Alltagskompetenz hinweisen.Als Ausbilderinnen und Multiplikatoren besonders für junge Menschen fühlen wir uns verantwortlich, für diese systemrelevante Ausbildung zu begeistern“ sagt Beate Löbach-Neff, RhLV-Vizepräsidentin und dlv-Ausschussmitglied Hauswirtschaft.

Ausbildungsinteressierte Jugendliche und Ausbildungsbetriebe (oder die, die es werden möchten) können sich bei den Ausbildungsberaterinnen der Landwirtschaftskammer NRW informieren (https://www.landwirtschaftskammer.de/bildung/pdf/hw-ausbildungsberaterinnen.pdfoder 0251 2376-295).

 
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