In der letzten Aprilwoche machte sich eine Gruppe von 37 LandFrauen aus dem Rhein-Sieg-Kreis zu einer Fahrt ins Alte Land auf. Schon auf der Hinfahrt Richtung Norden wurde die erste Hansestadt besichtigt, Bremen an der Weser. Es gab einen Stadtrundgang mit zwei erfahrenen Führern, die uns die wichtigsten Ziele in der Altstadt zeigten: Rathaus, Roland, die Bremer Stadtmusikanten, Böttcherstraße und die verwinkelte Altstadt, das Schnorviertel. Wir hatten „Speckwetter“, das heißt es war wettermäßig eher durchwachsen.
Am zweiten Tag, nachdem wir im Hotel gut geschlafen hatten, wurden wir von der Sonne geweckt. Es gab eine Führung in der mittelalterlichen Hansestadt Stade mit einem Paar in Altländer Tracht.
Wir sahen viel norddeutsches Fachwerk mit Backstein, kleine gepflasterte Gässchen und einen eher überschaubaren Hafen, von dem wir erfuhren, dass er im Mittelalter einer der wichtigsten der Region gewesen ist; noch vor dem Hamburger Hafen. Am Nachmittag gab es das Kontrastprogramm mit einer Express-Führung im Bus durch die Millionenstadt Hamburg, die dritte Hansestadt auf unserer Tour. Wir konnten gar nicht so schnell gucken, wie der Führer uns informierte.
Wir haben alles Wichtige in Hamburg gesehen: unter anderem die Speicherstadt, die Elbphilharmonie, die große Baustelle, wo die neue Hafencity entsteht, den Michel und viele weitere Stadtviertel. Sicher muss man noch einmal in Ruhe wiederkommen!
Nach dem obligatorischen Fischbrötchen, das wir uns verdient hatten, ging es zum Musical. Es gab drei verschiedene Angebote: König der Löwen, Hinterm Horizont und Aladdin. Spät, aber sehr zufrieden, kamen wir mit Josef wieder in unserem Hotel an. Leider konnten wir keinen „Absacker“ mehr bekommen.
Der nächste Tag war dem Alten Land gewidmet. Die Führerin, ebenfalls in Tracht, begleitete uns den ganzen Tag im Bus. Wir erfuhren viel über die Entstehung des Alten Landes, den Obstbau - hauptsächlich Äpfel - und die Probleme bei der Ausbaggerung der Elbe für immer größere Schiffe. Sie zeigte uns zahlreiche wunderschöne Höfe mit Prunkpforten und alten bemalten und geschnitzten Hochzeitstüren. Es war ein überwiegend sonniger Tag, sodass wir einen schönen Eindruck vom Alten Land erhielten. Mittags gab es die Besichtigung eines Obsthofes mit Fahrt durch die Plantage in einem kleinen Zug mit Obstkisten, eine wärmende Suppe und leckeren Kuchen. Außerdem gab es auf dem Betrieb einen eindrucksvollen Hofladen und wir gingen noch in das kleine Heimatmuseum im gleichen Dorf, in dem wir den Zuschnitt des großen Fachwerkhauses von innen sehen konnten, mit dem betrieblichen und dem von den Menschen bewohnten Teil.
Auf der Heimfahr machten wir mittags einen Stopp in einem sehr schön eingerichteten Bauernhofcafé im Raum Osnabrück. Die ehemalige Scheune war fürs Café umgebaut worden und mit wunder-schönem passenden Mobiliar bestückt. Die Chefin des Hauses führte uns durch die Hofanlage – leider blühten die Rosen noch nicht. Wie denn auch, wenn es wettermäßig fast noch winterlich war? Wir erhielten den Eindruck eines gut nachgefragten Angebotes von Restauration für große Feste, Schlafen im Heu und Gartenbesichtigung. Die Arbeitsbelastung war aber an vielen Stellen zu erkennen!
Die Frühjahrsfahrt hat viele neue Einblicke gegeben. Alle Teilnehmerinnen haben sich gut verstanden und viel miteinander kommuniziert und es gab für die Organisatoren ein positives Feedback.
Rhein-Sieg-Kreis

