LandFrauen Neuss-Mönchengladbach zu Besuch bei Vitarom Neurath
" Können Sie überhaupt noch Gurken und Tomaten essen?", war die beherzte Frage einer LandFrau gerichtet an Teamleiterin Ana Deleanu nach einem ersten Einblick in die Welt von Vitarom.
Und die ist ganz schön bunt und leuchtend, denn nicht nur die Tomaten und Gurken strahlen hier mit dem satten Grün der Blätter um die Wette. Auch die künstliche Beleuchtung in knalligem Pink sorgt direkt für einen Gute-Laune-Schub bei dem grauen und trüben Winterwetter außerhalb der Gewächshäuser im Kreis Neuss.
Vitarom steht für regionale Tomaten und Gurken, die auf 16 ha unter Glas bei optimaler Temperatur, Luftfeuchte, Licht, Nährstoffangebot und CO2 Einsatz mit Hilfe von Hummeln und ausgeklügelter Anbindetechnik produziert werden. Das Unternehmen nutzt dabei nachhaltig die Abwärme des benachbarten Kraftwerkes Neurath.
Doch auch wenn sich die Umweltbedingungen in den Gewächshäusern optimal steuern lassen, alles etwas technisch anmutet und Vitarom im Routenplaner auch gerne mal als Tomatenfabrik betitelt wird, so arbeiten hier täglich circa 115 Menschen mit und an den natürlichen Pflanzen.
Gurken wie Tomaten wachsen innerhalb ihrer Kulturzeit zu einer Länge von insgesamt 15 Metern heran. Um für die Mitarbeitenden trotzdem eine angenehme Erntehöhe zu ermöglichen, werden die Pflanztriebe ein bis zweimal in der Woche um 25 cm seitlich verschoben. Dadurch entsteht eine Art Wickelung, die in Kombination mit der Arbeit auf einer individuell einstellbaren Hebebühne die nötige Arbeitserleichterung bringt.
Nichts wird hier dem Zufall überlassen. Ob Einsatz von biologisch abbaubaren Schnüren und Unterstützungshilfen aus Baumwolle oder Maisstärke, Sortenwahl, Sensorik Tests, Schädlingsbonituren und Einsatz von Nützlingen - alle Maßnahmen sollen die Produktion und das Ernteergebnis maximal optimieren, um ganzjährig ein überzeugendes, regionales Produkt auf den Markt zu bringen.
49 LandFrauen waren begeistert und bedankten sich bei Ana für die lebendige und inspirierende Führung.
Und die blieb auch die Antwort nicht schuldig und erwiderte sehr überzeugend "Natürlich esse ich Tomaten und Gurken, wenn sie diesen guten Geschmack haben!"
Text: Indra Torres
Fotos LandFrauen NE/MG